Ungeplante Schritte

Samstag, 10.05.2014

Hallo ihr Lieben,

ewig nichts von mir gehört, aber ich dacht, ich bringe nun mal alle, halt auch die, die es bisher noch nicht wissen, auf den aktuellen Stand.

Nachdem am 12.1. der Aufenthalt in Vegas leider vorbei war, sind einige Dinge passiert, die meinen weiteren Aufenthalt in Canada doch verändert haben. Allerdings ging meine Reise erst noch weiter und ich bin am 12. Januar nach Halifax geflogen, wo ich von Ernst und Starlaa empfangen wurde. Ernst ist der Hostvater und Starlaa eine Adoptivtochter. Nach ca. einer Stunde Autofahrt in der Dunkelheit (es kam mir vor wie tief in der Nacht, denn Autos kamen uns aus nicht entgegen, dabei war es erst 18/19 Uhr) kamen wir im Haus an. Dort lernte ich den Rest der Familie (Margit, vier drei weitere Pflegekinder und Robin, der ebenfalls dort Wwoofer war) kennen. Ich freute mich aber einfach nur über eine Dusche und ein Bett, denn mein Flug, der knapp 24 Std. mit 8 Std Aufenthalt am Flughafen in Toronto war, schlauchte doch und war nicht ganz so entspannt.

Die Zeit in Halifax war schön, doch merkte ich, dass Canada ein verdammt teures Land ist und ich nun eine Entscheidung treffen muss. Wie geht es weiter, was kann ich machen, was möchte ich machen, was bringt mir welcher Schritt? Alles versuchte ich für mich abzuwägen und somit entschloss ich mich nach ein paar Tagen einen Rückflug nach Deutschland zu buchen und Canada den Rücken zu kehren. Allerdings versprach ich der Familie zwei Wochen dort insgesamt auf jeden Fall zu bleiben und das tat ich auch. Ich half Margit ein wenig im Haushalt, es gab einen Opening des Restaurants welches sie noch besitzen und hierfür mussten natürlich einige Vorbereitungen getroffen werden, ich malte neue Schilder für das Restaurant, etc. Außerdem waren wir auch in Halifax und verbrachten dort einen Tag - leider war dieses ein regnerischer und somit hat mir auch Halifax nicht gefallen. Irgendwann hieß es dann aber auch hier "GOOD BYE".

Am 28. Januar ging mein Rückflug. Ich freute mich auf alles, was mich hier in Deutschland wieder erwartet. Am 29. Januar landete ich mit Verspätung in Hamburg, aber da es eh kein großes Empfangskommitee gab, war das auch nicht schlimm. Ich wusste ja eh noch nicht, wie es weitergeht. Überraschenderweise stand Samer mit einem Blumenstrauß da und emfang mich - mein Herz pochte und ich freute mich so sehr, ihn wieder in die Arme nehmen zu können.

Tja, nun bin ich seit Anfang Februar wieder da. Alles läuft zwar etwas schleppend, aber es wird - eine Wohnung ist bezogen, eine Fortbildung begonnen und als nächstes fehlt ein toller Job.

Natürlich bin ich auch mobil zu erreichen... schreibt mir und ich geb Euch die Nummer!

Viele Grüße von der Rückkehrerin

LAS VEGAS BABY

Samstag, 11.01.2014
Seit meinem letzten Eintrag ist ja doch ein wenig Zeit vergangen, deswegen einfach mal kurz eine Zwischenmeldung von mir... Es geht mir super und ich bin verdammt glücklich. Am 2.1. hieß es endlich: Wiedersehen nach 50 Tagen. Puh war ich aufgeregt. Die Aufregung wurde dann auch noch unerwartet länger aufgehalten, da es ja leider in New York so sehr schneien müsste, dass der Herr kaum rausfliegen konnte. Er verharrte 4 Stunden im Flieger, der dann zum Glück noch startete und ich ihn somit um 0 Uhr endlich am Flughafen in Vegas in Empfang nehmen konnte. ENDLICH! Über den Abend brauche ich wohl nicht so viel zu sagen :-). Die Nacht wurde zum Tag gemacht - Schlaf wird halt einfach überbewertet. Ich erhielt von dem Herren ein ganz tolles Weihnachtsgeschenk - ein Armband mit einzelnen Anhängern, welche alle eine Bedeutung haben... S, M, ein Passport, einen Schmetterling sowie ein "Liebesband/Sicherheitsband", damit, falls das Armband mal aufgeht, ich dieses nicht verliere, falls es mal aufgeht. Sowas tolles... Die nächsten Tage verbrachten wir mit Shoppingtouren, dem "Strip-Besuch" und den einen oder anderen Köstlichkeiten. Am 5.1. ging es dann zu tiesto... Wer hätte das gedacht, dass mich dieser in meinen Geburtstag begleiten wird... Nachdem Samer leider nicht die richtigen Schuhe anhatte, da dunkle Nike im Gegensatz zu leuchtenden Converse nicht erlaubt sind. Also musste er nochmal los, war aber zum Glück um 23.50 Uhr wieder da und wir haben einen Sondereinlass bekommen, denn in 10 Min war es soweit, mein Geburtstag... Endlich im Club angekommen, kamen auch gleich die satten Getränkepreise - Corona für 10$ und dann wird dieses auch noch in nen Plastikglas geschüttet. Was soll man dazu sagen - richtig, ein zweites brauchen wir nicht :-). Um 2 Uhr war dann auch für uns Schluss, da mein Süßer eine Überraschung organisiert hat, die früheres Aufstehen verlangte. Um 8.30 Uhr wurde ich mit einem frischen Kaffee von Starbucks und einer tollen Torte geweckt. Wow, soetwas hatte ich auch noch nie. Dabei blieb es aber nicht, ich bekam noch einen weiteren Anhänger für mein tolles Armband und der Anhänger ist einfach einmalig: ein Herz mit einer persönlichen Gravur. Toll toll toll. Nun hieß es aber fertigmachen, denn um 9.30 Uhr wurden wir abgeholt. Wo mag es nun aber hingehen? Die Busfahrt ging ca eine Stunde, bevor wir dann am Flugplatz ankamen, wo wir gewogen wurden und es ein kurzes Einweisungsvideo gab - es geht mit dem Heli zum Grand Canyon - wow! Da scheint mich jemand wohl echt gern zu mögen :-*. Aber nicht, dass es nur bei dem Flug bleibt, nein, wir sind auch noch gelandet und es gab ein Champagnerfrühstuck. Einfach genial! Am Abend haben wir uns noch mit drei Freunden von ihm getroffen und sind zum Red Lobster Lobster essen gegangen. Kurz gesagt: der tollste Geburtstag so far. Die Tage vergehen einfach so schnell. Ich erkundetet um nächsten Tag den Strip allein, fotografierte ein wenig die riesigen Hotels, die teils eigene Städte darstellen sollen oder einfach tolle highlights haben. Samer war mit den Jungs auf der CES. Am nächsten Tag sind der Herr und ich im mandalay bay bei der Haien gewesen. Riesige Tiere. Ein Highlight passierte noch am nächsten Tag: nachdem mir mein Süßer die tollen Shakes bei Johnny Rockets gezeigt hat, sind wir gleich am nächsten Tag nochmal los, um einen anderen Shake auszuprobieren. Sicher war dieser auch lecker, doch leider war die Sahne nicht mehr wirklich gut, was wir natürlich bemängelten... Nun kann ich nur sagen: Willkommen in Amerika, hier ist der Kunde noch König. In Deutschland hätte es einen neuen Shake und ein Entschuldigung gegeben, aber nicht hier in den Staaten. Hier gab es zu einem Mega großen Entschuldigung einen neuen shake und etwas aus der Karte, was wir uns natürlich aussuchen konnten. Das war aber immer noch nicht alles, kurz darauf bekamen wir unser Geld wieder und als die neuen Shakes kamen und das Essen, da gab es auch noch einen Gutschein für ein komplettes Menü für eine Person. Wo hätte man sowas in Deutschland erlebt. Und zum Schluss kam nich das Highlight: ich fragte, ob es einen Shop gibt, wo man die coolen Gläser kaufen könnte. Natürlich gibt es diesen nicht, aber egal, wir sollen die Gläser doch bitte einfach einstecken, sie gehen eh die ganze Zeit kaputt und es werden so viele geklaut. Nun haben wir also auch das noch in der Tasche. Schon krass, wieviel wert sie hier auf den Kunden legen und das dieser definitiv glücklich den Laden verlässt und positives berichtet. Ja, welcome to America, aber nun heißt es morgen auch schon wieder Good bye America uns Süßi. Leicht fällt mir der Abschluss auf keinen Fall. Was hab ich mir da nur vorgenommen. Ich hoffe, weiterhin von euch begleitet zu werden. Mein nächster stop heißt Halifax, wo ich von Margit und Ernst mit ihrer Tochter Starlaa abgeholt werde und es dann zu meinem ersten Wwoofing Job in Canada geht. Ich freu mich, denn Ablenkung ist das beste, was mir passieren kann. Ganz liebe Grüße aus dem noch recht warmen Las Vegas (ca 17 Grad und Sonnenschein) Bilder kann ich derzeit leider nicht hochladen!

Weihnachten ist überstanden...

Sonntag, 29.12.2013

und meinem nächsten Schritt bin ich näher.

Bevor ich aber darauf eingehe, gebe ich euch erstmal Antworten... die Jeans wird schon wieder fleißig von mir getragen. Es hat super geklappt - sogar mit Abholservice von Anja, da ich den Tag beim Skiopening gewesen bin und ich es somit nicht mehr rechtzeitig geschafft hätte. Bezahlen konnte ich sie dann ein paar Tage später - das ist Nelson :-).

Weihnachten war durchwachsen: Zuerst habe ich einen zweistündigen Walk gemacht, der mich vom Lookout zu einem Park geführt hat und ich später durchfroren im Hostel ankam. Tat aber sehr gut. Lustigerweise hat jemand in dem Park an fast jedem Baum eine Weihnachtsdeko gehängt... total lieb. (Bilder hierzu kommen noch)

Der aber bei uns typische Heiligabend wurde von mir so celebriert, dass ich allein essen gegangen bin und ich mir einfach was Leckeres gegönnt habe. Eine Flasche Rotwein sowie "Roasted Golden Beet Salad" - Sauteed Spinach, Pickled Fennel, Cashews, Macedonian Feta und Lemon Thyme Vinaigrette und danach gab es "Smoked Salmon Tian" - Arugula, Crispi Wontons, Onion Cornfit, Wild Smoked Salmon and Balsamic Reduction... seeeeeeeeehr lecker. So hab ich es mir also gutgehen lassen.

Danach ging es ins Hostel, wo ich den Abend mit den anderen mit dem einen oder anderen Kaltgetränk verbrachte.

Am nächsten Tag (25. Dezember) wurde canadische Weihnacht gefeiert. Für mich hieß es erstmal ausschlafen und danach habe ich mich nochmal auf den Weg zum Lookout gemacht, diesmal aber nicht allein, sondern mit Sean. Am Lookout habe ich dann meinen ersten Schneemann für diesen Winter gebaut. Der ist sooo süß geworden. Aber da der Schnee hier ja als POWDER bezeichnet wird, ist dieser auch nicht so klebrig wie bei uns und somit wurde aus dem eigentlichen Vorhaben, einen großen Schneemann zu bauen, doch eher nur ein Schneemann in der Größe von nicht mehr als 20 cm... aber nun gut, ich habe es auf mich genommen und mein Bestes gegeben :-).

Sean und ich machten uns dann auf den Weg zurück, ich relaxte ein wenig, bis es dann irgendwann Zeit war zum fertig machen. Gegen 17 Uhr solllte es auf den Weg zu Colleen gehen, die uns zu einem schönen Weihnachtsessen eingeladen hat. Aus dem Hostel waren das Sean, John und ich. Puh, das war ein Mahl. Sooooo lecker und soooo viel und das dazu in einem sooo tollen Haus. Verdammt schön. So gefällt mir Weihnachten.

Gegen 22 Uhr waren wir dann auch schon wieder auf dem Rückweg. Machten einen kurzen Stop im Hostel und fuhren dann mit dem Taxi weiter zu den Jungs, um dort "dirty" Santa zu feiern. Wir kamen genau zur richtigen Zeit. Um 23 Uhr starteten wir mit dem Spiel. Wurde recht lang celebriert und das Resultat ist, dass ich eine neue tolle Mütze erstanden habe *freu*. Irgendwann ging es dann mit John, Steve (auch einer aus dem Hostel), Anthony, der mittlerweile in einem Sharehouse lebt und dem ziemlich betrunkenen Sean zurück zum Hostel. Dort angekommen ging es in mein riesiges Zimmer, welches ich mal wieder für mich habe, also konnte ich dort auch die Zeit nutzen, um nochmal mit dem Herren zu telefonieren. Das tut so verdammt gut.

Nicht wirklich ausgeschlafen hieß es dann aber um 10.30 Uhr treffen beim Oso Negro mit den anderen. Schade, dass das Café heute aber zu hat und die anderen noch nicht in Sichtweite. Also lief ich durch die Geschäfte, die alle in Boxing Day Sale Stimmung waren. Aber, Miri hat nur ein paar total bunte Socken gekauft :-).

Der weitere Tag wurde dann fürs Wäsche waschen und Probepacken genutzt, denn am 28.12. gehts ja direkt morgens mit dem Greyhound zurück nach Vancouver. Puh, wie kann sich nur so viel Zeug ansammeln? Außerdem hab ich doch gar nicht so viel neues gekauft - aber klar, Kleinigkeiten machens natürlich auch. Also entschied ich mich am nächsten Tag loszugehen und nach diesen Vakuumbeuteln zu gucken und meine Klamotten so in meinem Rucksack verstaut zu bekommen.

Ab heute habe ich auch wieder neue Zimmergenossinnen. Kirsten ist mit ihrem Sohn aus Portland angereist, um ein bisschen Skilaufen zu gehen - perfekt, da schließe ich mich doch gleich mal morgenfrüh an. Der Kauf der Beutel kann warten.

Am Freitagmorgen ging es also recht früh hoch auf den Berg, nachdem wir den Hund von Kirsten und August (das ist ihr Sohn) wieder eingesammelt hatten, denn der wollte erstmal die Gegend erkunden, nachdem er die Nacht im Auto verbracht hat. In Whitewater angekommen, machte ich mich gleich auf den Weg zum Ticketkauf. Dazu muss ich aber sagen, dass ich meins ja diesmal gar nicht kaufen muss, denn es ist das 6. und das ist durch diesen Pass, den ich gekauft hatte, "umsonst". Fröhlich mit meinem Pass in der Hand ging ich rüber zum Rental Shop und staunte nicht schlecht... mindestens 25 Leute vor mir und mit einer Wartezeit von ca. einer Stunde konnte ich auf jeden Fall rechnen. War dann wohl also nicht wirklich früh genug. Da ich eh noch Probleme mit meiner Schulter habe ich keine Lust aufs Warten habe, um dann evtl. auch noch enttäuscht zu werden, da dann meine Stiefelgröße nicht mehr verfügbar ist, entschied ich mich, mein Ticket an Kirsten zu "verkaufen" und mich wieder auf den Weg nach Downtown zu begeben. Gesagt getan, sie freute sich und ich hatte auch gleich einen Lift gefunden, der mich bis zum Hostel brachte.

Nach kurzer Zeit machte ich also auf den Weg zum Kauf meiner Beutel und siehe da, Walmart hat alles... Fröhlich ging es zum Hostel zurück und es wurde nochmal neu gepackt. Es passt alles rein, was für eine Freude.

Der heutige Abend wurde nur noch damit verbracht, dass ich auch den Rest aus der Küche verteilte, verkochte oder verschenkte und dann ging es früh ins Bett, um auf keinen Fall den Bus zu verpassen, der morgenfrüh um 9 Uhr aus Nelson abfährt.

Nachdem ich mich dann von Colleen und allen, die ich noch getroffen habe, verabschiedet hatte, rief ich ein Taxi und es ging mit all meinem Kram zur Greyhound Station. Um 8.15 Uhr checkte ich ein und um 8.30 Uhr erhielten wir dann alle die Auskunft, dass der Bus leider zwei Std. Verspätung hat, da er erst später losfahren konnte und die Wetterlage zwischen Calgary und Cresten, von wo der Bus kommt, so schlecht ist. Na super, heißt natürlich auch, zwei Std. später in Vancouver ankommen. Naja, nach ewiger Warterei kam der Bus dann auch endlich nach DREI Std. an und die Reise begann. Die Wetterlage war wirklich nicht toll, also entschied ich mich lieber zu schlafen, um nicht in Panik auszubrechen... schön ist was anderes. Leider hieß es dann um 17.15 Uhr "aussteigen in Kelowna". Hier muss das Gepäck in einen anderen Bus verladen werden. Da unserer aber bereits um 14.30 Uhr gefahren ist, war die Freude nicht gerade groß, da keiner sicher war, wann es denn wirklich weitergehen würde. Aber um 18.20 Uhr ging es dann mit einem dritten Ersatzbus weiter (zwei andere Busse waren auch schon voll mit Leuten nach Vancouver) nach Vancouver, wo ich um 23.45 Uhr ankam. Halleluja... endlich!

Das Hostel erreichte ich dann auch endlich um 0.30 Uhr... bääääh, aber hier mag ich das ja schon gleich auf den ersten Blick nicht. Liegt wohl daran, dass das Hostel in Nelson eins der besten in Canada ist. Weit und breit habe ich, einschließlich Australien, noch in keinem schöneren Hostel übernachtet. Die Zimmer hier im HI Downtown Vancouver sind klein und muffelig... aber vier weitere Nächte werde ich das schon aushalten, bis es dann endlich heißt LAS VEGAS BABY!!!

Liebe Grüße, eure Weltenbummlerin

Walk Lookout and Park am 24.12.2013
Wer suchet der findet... Schneemann in Sicht!für den Herren <3Lookout

Mein Weihnachtsessen:
Golden Beet SaladSmoked Salmon

Weihnachten bei Colleen:
Ihr GästezimmerEins der Badezimmercoole TreppeTURKEYYYYY-TimeJohn, Sean und meine WenigkeitColleen oder Sean?!?!

Weihnachten bei den Jungs:
Amx, Jackson, Julien, Mick und Tegander erste der erste Tim, Mattie, Amy, Jlien, Tegan, Mick, Jocelyn, Jess und die verdeckte MelBen, Sean, Erica und ToddTegan mit ihrem Weihnachts-Skioutfit

Einfach mal ein Lebenszeichen

Freitag, 20.12.2013

Hallo ihr Lieben,

ja, mich gibt es noch und ich genieße das ruhige und entspannte als auch gemütliche Leben hier in Nelson. Nelson ist so ein süßes kleines gemütliches Örtchen. Alle Menschen sind so freundlich und dazu kommt, dass mit das Hostelleben auch gefällt und hier mittlerweile auch Leute sind, die die ganze Saison hier bleiben und teils sogar im Hostel wohnen und man somit schon eine kleine Gemeinschaft ist.

Bringt einfach Spaß. Man macht gemeinsame Unternehmungen, kocht gemeinsam und erzählt sich. Unternehmungen beinhalten gemeinsames Hochfahren nach Whitewater zum Skifahren, den Besuch bei den Hot Springs, das gemeinsame Shoppen, ein Hostel-Family-Dinner (danke an Sean unseren Hobbykoch), gehen zu Geburtstagen oder zum Rock 'n Roll Bingo im Micks Place... sind doch schon ein paar Dinge, die ich hier erlebt habe, die mir aber gar nicht so bewusst sind, dass ich sie erlebt habe, da ich die ganze Zeit hier bin und so in den Tag hineinlebe. Aber ist auch schön, einfach zu entspannen, denn das wird sich auch ändern. Pläne hierfür stehen auch schon.

Am 25.12. bin ich zu zwei Christmas-Parties eingeladen (hier feiert man ja Weihnachten am 25.12.). Am 24.12. werde ich versuchen die hier bleibenden Leute, die sich im Hostel befinden, zu überreden, dass wir irgendwo lecker essen gehen (Thai würde mir gefallen). Mal schauen, inwieweit es sich umsetzen lässt. Am 25.12. werde ich dann als erstes zu Colleen zu einem netten und gemütlichen traditional Weihnachtsessen gehen und danach geht es wohl noch zum Guys House, wo es Pot Luck (jeder bringt was zu essen) gibt - da werde ich dann wohl aber nicht mitmachen - und wir Dirty Santa oder andere nennen es Secret Santa spielen. Dazu bringt jeder ein Geschenk im Wert von ca. $ 5-10 mit und es wird einfach eine lustige Runde. Danach werde ich mich wohl noch einmal auf den Berg zum Skifahren begeben und dann gehts auch schon wieder in Richtung Vancouver, wo ich Silvester verbringen werde, um dann schnellstmöglich am 2.1. mein nächstes Reiseziel LAS VEGAS anzusteuern... Nur noch 12 Tage :-)

Um Euch aber auch bildlich wieder ein bisschen an meinem Nelson-Leben teilhaben zu lassen, zeige ich Euch ein paar Fotos von meinem Walk am Kootaney Lake, welche ich nun auch einstellen kann, da hoffentlich alle aus meiner Familie mittlerweile Post bekommen haben sollten.

Auch wenn es jetzt noch nicht soweit ist, wünsche ich allen, die meinen Blog lesen, wunderschöne Weihnachtsfeiertage und einen super Rutsch ins Jahr 2014 - apropos Weihnachten: hier kommt richtiges Weihnachtsfeeling auf, die Beleuchtung stimmt, der Schnee fällt - heute erst wieder neue 11 cm :-)

Kootenay LakeDer Sommer ist immer am Start :-)Nochmal bei meinem Walk aufm Berg...

Nikolaus mal anders!

Freitag, 06.12.2013

Nur kurz: Es gab keine Schoki, aber dafür ganz viel tollen Schnee up the hill... Heute hieß es "Ski opening Whitewater" und Miri mittendrin :-)... es war wirklich amazing :-)...

Clayton & Anthonyme on the hill:-) Tegan from Australia

Und das Hostelleben beginnt!

Sonntag, 01.12.2013

Es ist mal wieder soweit, ich möchte Euch auf den neuesten Stand bringen.

Seit knappen fünf Tagen heißt es nun wieder Hostelleben, nachdem ich bis Dienstag, anstatt wie geplant nur bis Samstag, bei Leslie, Rachel und Maddy bleiben konnte. Alles hat seine Vor- und Nachteile.

Nachteil: man hat nicht mehr seine Ruhe, zumindest ist es bei einem 8-Bett-Zimmer nicht unbedingt gegeben, dass man seinen Schlaf bekommt, den man einfach gern hätte.

Vorteil: man hat viele Leute um sich und da Nelson nun nicht das Pflaster für viele Deutsche ist, kommt man auch der englischen Sprache eher näher und man ist "gezwungen", diese anzuwenden - deswegen bin ich ja auch hier :-).

Weiterer Vorteil: man bekommt die Chance, auch ohne Auto mal auf einen Berg zu kommen und genau das passierte gleich zwei Tage später. Ich wurde von Mick (Australier) gefragt, ob ich mitfahren möchte... es sah hier unten sehr bewölkt aus und ich dachte "naja, schlechter kann es da oben auch nicht sein". Ich bin so froh, dass ich es gemacht habe. So toll. Ich bin also mit Amy, Mick, Jess und Mel (lustigerweise alles Australier) auf den Berg gefahren. Die haben sich im Snowboardfahren geübt und ich bin einfach mal ein wenig rumgelaufen und das beste sehr ihr auf den Bildern - strahlendblauer Himmel über der Nebelschicht. Verdammt schön. Und im November den ersten Schnee und ich meine richtigen Schnee unter den Füßen zu haben ist auch irgendwie toll. Sobald aber die Sonne untergeht, wird es allerdings kalt und das tut sie doch schon recht schnell. Um 16 Uhr ists hier dunkel.

Noch ein weiterer Vorteil: man kommt von draußen und ist total durchgefroren und kann sich vor den bereits aufgeheizten Ofen setzen und wird dann auch noch zu einer selbstgemachten Pumpkin-Suppe eingeladen... lecker. Das ist wirklich schön. Die Leute, die bisher hier waren, waren irgendwie wie eine große Familie. Jeder hat mit jedem zutun gehabt und jeder hat den anderen mit eingebunden und ebenso wurde auch Essen "geteilt". In dem Fall war der Kürbis allerdings für alle, da er hier vor ein paar Wochen noch als Deko rumlag. Aber dennoch muss sich natürlich jemand damit auseinandersetzen und sich an das Zubereiten der Suppe machen, was lustigerweise hier die Jungs übernommen haben :-). Die Suppe war echt lecker!

Ja, außerdem ist es einfach toll, so viele verschiedene Leute um sich zu haben, sich auszutauschen und was beigebracht zu bekommen... auch hierzu später ein Foto :-)

Was kann ich euch sonst berichten? Das Hostel ist verdammt niedlich. Wirkt eher wie eine kleine gemütliche Pension, die auch irgendwo mitten in den Bergen sein könnte, ohne viel Trubel um sich zu haben, was das kleine Örtchen hier eh nicht wirklich hat, aber es ist einfach super gemütlich hier. Es ist ein Örtchen zum Wohlfühlen.

Wen es interessiert, in welchem Hostel ich bin: Dancing Bear Inn in Nelson :-)

Die Tage verbringe ich mit meinem neuen Hobby, dem weiteren Erkunden der Stadt, dem immer noch ungewohnten shoppen, da es hier einfach soooo viele andere Dinge gibt als bei uns in Deutschland, dem Suchen nach einer Schneehose, denn ich werde ja doch bis Ende Dezember hierbleiben und bis dahin möchte ich schon noch den Berg besteigen.

Ach ja, lustige Geschichte noch: Miri nimmt Hosen mit, die einfach super bequem sind, aber die sie ja wegschmeissen will, wenn diese den Geist aufgegeben haben - so war der Gedanke. Aber Miri traf hier auf Anja, die gleiches vorhatte, aber gemerkt hat, dass sie ohne ihre geliebte Jeans irgendwie auch nicht kann. Sie machte sich also vor zwei Wochen auf den Weg nach der Suche nach einem Schneider und wurde fündig. Hiervon erzählte Anja natürlich Miri, so dass sie sich sagte, sollte nun eine ihrer Hosen den Geist aufgeben, dann gehts doch vielleicht dort erstmal hin. Tja, blöd nur, wenn beide so ziemlich zeitgleich den Geist aufgeben und man sich nun entscheiden kann, ob man ewig viel Geld für eine Hose ausgibt, die einem so gar nicht passt, eine von Walmart nimmt oder doch die Schneiderin ausprobiert, die die geliebte Hose wieder in Ordnung bringt. Natürlich letzteres. Also machte ich mich mit Anja auf den Weg zur Schneiderin, welche sich freute, Anja wiederzusehen und eine neue Kunden zu haben. Hier ist es wohl üblich, dass man seine Telefonnummer hinterlässt, schon allein um Bescheid zu sagen, dass die Hose fertig ist, denn ich erklärte ihr mein Dilemma - zwei kaputte Hosen auf einmal. Eine der Hosen brachten wir also am Vormittag so gegen 12 Uhr weg, um 12.30 Uhr erhielt ich bereits eine SMS von ihr, jedoch nicht mit der Aussage, dass meine Hose schon fertig wäre, aber mit dem Inhalt, ob Anja und ich nicht Lust hätten, auf einen Tee zu ihr am Abend zu kommen. Wie lieb ist das bitte? Man kennt sich nicht und wird zum Tee eingeladen, weil wir ihr so sympathisch sind. Also sind Anja und ich gegen 19 Uhr zu ihr und haben uns doch glatt für 3 Stunden mit ihr und ihrem Freund, welcher im übrigen auch Deutscher ist, aber bereits seit 16 Jahren in Nelson lebt, unterhalten. Bei dem Gespräch kamen wir auf eine kleine Suite, welche sie gern vermieten möchte. Wir sagten ihr, dass wir uns umhören und es weitergeben. Es ging also gegen 22 Uhr wieder zurück zum Hostel, welches mit Leuten voll war, die an dem Abend auf Party gegangen sind - ja das geht hier auch. Die Funk Hunters haben gerufen. Ich muss aber zugeben, dass es mich nicht so gereizt hat und es war auch gut so, der Laden war wohl einfach nur voll und ein Einlass war ohne Karte, die man sich im Vorverkauf hätte holen müssen, auch nicht mehr möglich. Wir saßen hier also noch bis ca. 1 Uhr und unterhielten uns und dann ging es auch ins Bett. Am nächsten Tag erhielt ich aber bereits wieder eine SMS von Norma (das ist die Schneiderin), welche sich überlegt hat, ob Anja und ich nicht bis Ende Dezember Lust hätten, in der Suite zu wohnen, sie würde uns auch einen speziellen Preis machen. Ziemlich lieb, aber Anja wird am Dienstag weiterreisen und ich möchte gern zur Weihnachtszeit doch im Hostel sein, da ich dann nicht allein sein mag. Das versteht sie hoffentlich. Nun hoffe ich, dass sie sich nicht extra viel Zeit mit meiner Jeans lässt - außerdem wartet ja auch noch eine zweite auf sie :-)

Ja, das noch eine kleine Geschichte am Rande...

Ich hoffe Euch geht es gut, wünsche allen auch hier nochmal einen schönen 1. Advent (leider ist der schon bei Euch vorbei, aber ich bin noch mitten drin :-)).

Liebe Grüße aus dem verschneiten Nelson,

Eure Miri

P.S.: Die Internetverbindung ist gerade alles andere als schnell, also schicke ich erstmal nur den Text los, die Bilder folgen :-)

Hier nun die versprochenen Bilder :-)

Donnerstag, 28.11.2013

Leider ohne mein Hobby, aber das werde ich euch schon noch zeigen... muss die nur versuchen vom Handy auf den Rechner zu bekommen - irgendwie will das mein Handy nur gerade nicht :-(

Whitewater Ski StationBlick zum Skiliftder Schnee ist sooo toll - Pulver-Christal-Schnee :-:-*So schön in der Sonneder Liftauf der Piste - aber ohne Skier oder Snowboard :-(langsam geht die Sonne unterabseits der Piste... später war ich bis zur Hüfte versackt :-(Gute Investition - Wanderschuhe und keine kalten Füße :-)der AufstiegMickAmyMelJess:-* :-*die Lobby vom HostelWeihnachtsdeko hängt auch schon

Nelson... the place to be :-)

Sonntag, 24.11.2013

Hallo ihr Lieben,

einfach mal ein kleiner Einblick über die letzten Tage.

Nachdem ich nun knapp 13 Stunden mit dem Greyhound nach Nelson unterwegs war (die Fahrt war wirklich recht entspannt und kam einem nicht wie 13 Stunden vor), wurde ich sehr herzlich von Rachel und Maddy (der Schwester von Rachel) empfangen. Rachel holte mich am Greyhound ab, obwohl es wirklich nur einmal über die Straße rüber ist... sehr lieb. Ich kam so gegen 19 Uhr (es war schon stockdunkel und es wirke wie tief in der Nacht, da auch kaum noch jemand auf der Straße zu sehen war) an und nach einem Smalltalk, welcher bis ca. 22 Uhr ging, suchte ich die heiße Dusche auf und verkroch mich im Bett... ja, ihr habt richtig gehört - ein Couchsurfing Host, wo ich ein richtiges Bett ganz für mich allein habe.

So richtig ausgeschlafen wachte ich dann nächsten Tag auf und traf auf Leslie (die Mama). Was für eine tolle Person. Ich schlief in ihrem Bett, was für sie aber gar kein Problem darstellt, auch, dass ich meine Sachen dort im Zimmer ließ. Alles völlig in Ordnung. Ich solle mich doch bitte wie zuhause fühlen und auch ruhig alles essen, worauf ich Appetit habe... wow. Wirklich sehr freundlich. Ich machte ich aber erstmal frisch, um mich überhaupt der Öffentlichkeit zeigen zu können. Leslie machte mir in der Zeit einen leckeren Kaffee und auch bat sie mich, einen frischen Bagel zu essen. LECKER!

Wir quatschten noch ein Weilchen, bis ich mich entschied Downtown ein wenig unsicher zu machen. Ich lief also einfach drauf los. Kleiner steiler Hang nach oben und dann läuft man recht eben nach Downtown. Was für ein kleines niedliches Örtchen. So vertrieb ich mir also den Tag, um erstmal alles zu entdecken. Hielt mich dann sehr lang im Oso Negro - ein verdammt tolles Café mit leckersten Sachen - auf (dort traf ich am Mittag auch auf Rachel und Leslie) und nach ein paar Jobsuchen ging es für mich zu Safeway. Ich stellte mich dort kurz vor und man bat mich, mich doch bitte bei Safeway auf der Seite anzumelden. Gesagt getan... Es ging dann bereits wieder im dunkeln nach hause. Dort angekommen, lud man mich gleich zum essen bei dem Freund der Mutter ein. Sehr gern nahm ich dieses natürlich an. Was kann mir besseres passieren, als die Zeit wirklich mit Locals zu verbringen, die mir vielleicht hier und da noch Tips geben können. Es war ein amüsanter Abend.

Ich hatte gleich an dem Tag das Haus für mich allein, denn die komplette Family war zu einem Event ins Kino gegangen und haben dann überall verteilt, aber nicht hier im Haus geschlafen. Komisch, aber sehr vertrauenswürdig.

Der nächste Tag lief für mich recht entspannt an. Ich wusste, dass ich mich nochmals mit meinem Lebenslauf bei Safeway vorstellen kann und machte mich hierfür fertig. Dort angekommen sagte man mir allerdings, dass man nicht nur für die Weihnachtssaison sucht, aber ich es doch mal unten bei der Mall bei Walmart probieren soll. Also ging ich dort hin und bekam einen Bewerberbogen in die Hand gedrückt. Tja, irgendwie komisch. Die suchen dringend Leute, aber so richtig damit auseinandersetzen tun sie sich nicht. Aber nun gut, warten wir das mal ab.

Rachel erzählte mir außerdem, dass es im Career Development Center ein Job board gibt. Also war der nächste Step dieses Center aufzusuchen. Super, hier kann ich wirklich alles machen. Meinen Lebenslauf überarbeiten, ausdrucken, scannen etc. Also bewarb ich mich noch schriftlich bei der einen oder anderen Stelle und warte nun. Allerdings werde ich die nächsten Tage nochmal losgehen und in den Cafés fragen gehen, ob die nicht noch jemanden suchen - die Saison läuft auch hier jetzt erst an, da viele Skifahrer hier ihren Weihnachtsurlaub verbringen. Bin also recht guter Dinge. Und wenn nicht, dann genieße ich die schöne Zeit hier in dem tollen Örtchen.

Ich machte mich dann auf den Weg zum Hostel, da ich gesagt habe, dass ich hier in dem Host bis Samstag bleibe, was für die auch gar keine Problem ist. Also meldete ich mich bereits bis Ende Dezember im Hostel an. Es geht ins Dancing Bear Inn. Wirklich ein nettes kleines Hostel. Habe bisher nur Gutes gehört. Ich traf dort außerdem noch auf zwei weitere Deutsche, die mir ebenfalls von ihren Wwoofing-Erfahrungen berichteten (das ist das, was ich bereits auch in Australien gemacht habe. Arbeiten für Kost und Unterkunft). Ich meldete mich also spontan an. Mal schauen was dabei rumkommt.

Als ich wieder zurück beim Host war, kamen auch Rachel und Leslie kurz danach nach hause. Wir unterhielten uns über den Tag und was ich so gemacht habe und wie deren Tag war, was sie hier im Haus noch verändern wollen, etc. Ich erzählte, dass die Katze endlich die Maus gefunden hat, die sich schon seit Tagen im Küchenschrank aufgehalten hat. Natürich wurde ich gefragt, wieso ich das weiß... tja, wenn eine halbe Maus mit Gedärmen auf dem Teppich liegt, kann das nur die richtige Antwort gewesen sein. Der Tod der Maus war wohl kurz und schmerzlos, denn Blut war nirgens zu sehen.

Nach einiger Zeit fragte mich Leslie, bis wann ich eigentlich hier bleibe, sie könne sich gar nicht erinnern. Diese Woche läuft für sie eh anders als sonst. Ich sagte ihr, dass ich morgen ins Hostel gehen werde, da ich denen hier ja auch nicht den Platz nehmen möchte. Ich erhielt "entsetzte" Blicke und Leslie bot mir an, doch ruhig bis Dienstag zu bleiben. Neue Couchsurfer würden erst dann kommen und das Haus ist in der Zeit eh nicht wirklich bewohnt und sie ist meist bei ihrem Freund, so dass ich auf jeden Fall ihr Zimmer weiter behalten kann. Wow, was für ein Angebot. Das nehme ich doch gern an. Ich machte mich also auf den Weg zum Hostel, um meine Buchung abzuändern und das stellte auch überhaupt gar kein Problem dar. Für mich ists natürlich super, nochmal drei Nächte Hostelkosten sparen, das ist natürlich suuuuuper. Da beide (Rachel und Leslie) wegen des Films am Vortag nicht wirklich viel geschlafen hatten, ging es recht schnell ins Bett.

Die Morgende verlaufen recht gleich: ausschlafen, mit Samer skypen, langsam aufwachen, in Ruhe fertig machen, wenn jemand da ist, über den Tag/die Vorhaben vom Tag quatschen und dann irgendwann auch so richtig starten.

Leslie war bereits schon seit halb sieben wach, Rachel wachte gegen neun auf und ich war auch schon seit halb acht wach, aber nutzte die Zeit zum skypen. Beide mussten sich dann aber fertig machen, denn heute war Neils Geburtstag. Neil ist der Sohn vom Freund der Mutter... sweet 16 sag ich nur. Auch zu diesem wurde ich eingeladen. Mir wurde erklärt, wie ich dort mit dem Bus hinkomme und ab wann die Party startet. Rachel und Leslie hatten noch einiges vorzubereiten und waren somit gegen 11.30 Uhr weg. Tja, was mach ich mit dem angebrochenen Tag... klar, nach Downtown, eine Kleinigkeit für Neil besorgen und dann einen leckeren Kaffee im Oso Negro trinken gehen, bis um 15 Uhr mein Bus fährt. Blöd wenn ich den verpassen würde, der nächste kommt erst um 16.20 Uhr - nicht gerade häufig. Es klappte aber alles. 2 $ und ich saß in dem richtigen Bus nach Rosemont. 10 Minuten später war ich dann auch an der richtigen Station ausgestiegen und auch schon im Haus. Ich half noch ein wenig bei den Partyvorbereitungen (Dekoration) und schon ging die "Doctor Who"-Party los. Die sind süchtig danach. Wir schauten also ein paar Folgen bis alle eintrafen und dann war das große Finale. Heute war "Day of the Doctor"... Alle fieberten also auf den Beginn der neuen Staffel. Hm, blöd, wenn man davon zuvor noch nichts gehört hat. Lustig war die Aufregung der anderen aber schon mit anzusehen.

Um 20 Uhr war die Party dann aber auch schon wieder vorbei, dabei hatte sich Rachel so viel ausgedacht. Aber das scheint hier einfach so zu sein. Irgendwie celebrieren wir Geburtstage wohl doch irgendwie anders. Es ging nach hause und kurze Zeit später lag ich auch schon im Bett.  

Heute, Sonntag, ist auch ein sehr entspannter Tag, wie eigentlich jeder, begann ich damit meine Wäsche zu waschen. Ich fragte Rachel gestern, wo denn der nächste Laundromat ist. Daraufhin erhielt ich wieder eine "entsetzte" Antwort, dass sie hier doch alles haben, was ich selbstverständlich nutzen könne. Puh, soviel Willkommenheit kenne ich gar nicht. Das nahm ich aber natürlich dankend an und starte damit. Dann hat mich aber der Putzwahn gepackt und ich fing mit Kleinigkeiten in der Küche an, bis sie dann doch sehr ordentlich wieder aussah, was Leslie auch gleich auffiel, als sie nur für einen 3 minütigen Stopover hier vorbei kam. Ca. 45 Minuten später war sie dann wieder da (meine Wäsche war in der Zwischenzeit wieder trocken und sauber in meinem Rucksack gelandet), trank ich mit ihr einen Kaffee, sie erzählte mir einiges von ihrem Leben und dann fingen wir gemeinsam an, die Veranda aufzuräumen. Man muss wissen, die sind selber erst im September hier in das Haus eigezogen und ich finde es einfach schön. Alles sehr alt, aber einfach gemütlich - außer, dass die Heizungen nicht wirklich toll sind und das Haus kaum Türen besitzt, so dass man die einzelnen Räume kaum warm bekommt.

Als wir dann auf der Veranda fertig waren, war es mittlerweile knapp 14 Uhr und sie sagte, ich solle jetzt mal in die Stadt oder sonstwo hingehen und das schöne Wetter genießen und nicht weiter mit ihr hier Ordnung machen. Das Wetter und auch der Blick in die Landschaft wären dafür einfach zu schade. Gesagt getan, Miri machte sich also auf den Weg ins kleine Örtchen. Was für eine herrliche Luft. Ich lief die Hauptstraße rauf und runter und wo landete ich zum Schluss? Klar, im Oso Negro. Heute wollte ich zwar eigentlich woanders einkehren, aber bei dem einen war noch zu und das andere lag dann doch wieder auf der ganz anderen Seite der Hauptstraße. Ach, es ist dort aber auch einfach schön.

Nun bin ich wieder zuhause, schreibe den Blog, schreibe zwischendurch mit Leslie, denn lustigerweise hat sie heute meine Walking Boots mit zu Michael (ihrem Freund) genommen, da sie diese nicht zuordnen konnte und dachte, dass die dort hingehören. Sie entschuldigte sich ziemlich bei mir und wird mir diese aber die Tage wieder mitbringen. Ist ja auch gar kein Problem, nur lustig war es, dass die nirgens aufzufinden waren... so what. Solange sie nicht weggeschmissen sind, ist alles gut :-).

Safeway habe ich im übrigen auch noch unsicher gemacht... es gibt gerade Himbeeren mit White Russian :-).

So ihr Lieben, das waren meine Tage in doch ausführlicherer Form. Fotos habe ich hier noch nicht wirklich gemacht, aber seid sicher, die folgen noch. Bleibe ja noch ein Weilchen hier... Danke an alle daheimgebliebenen für die Rückmeldungen und auch an den einen oder anderen, der mir sagte "Miri, gehe auf jeden Fall nach Nelson, das ist ein Örtchen für Dich"... derjenige hatte auf jeden Fall recht :-)

Seid lieb gegrüßt, Eure Miri

 

Bevor es in die große weite Welt geht...

Dienstag, 19.11.2013

Bevor ich also die Großstadt in Richtung Kleinstadt verlasse, habe ich heute noch einen schönen Walk von der Waterfront durch Downtown zur English Bay gemacht. Wie ihr sehen könnt, es war total sonnig und echt schön, leider aber auch verdammt windig. Somit ließ ich mich irgendwann nach dem Walk in einem Starbucks nieder und nutzte mal wieder die Zeit im free wifi :-).

Irgendwann ging es jedoch weiter und ich lief zur Bahnstation und fuhr zum Commercial Drive. Dort sollte irgendwo ein gaaanz kleiner Laden mit ausgefallener Schokolade sein, wovon mir Afif (einer der Mitbewohner aus dem Haus bei Eric am Commercial Drive) gleich am ersten Tag berichtete. Also suchte ich diesen Laden und entdeckte erst dann, was es nicht alles tolles am Commercial Drive gibt. So viele kleine süße Läden mit ganz vielen tollen Sachen (schade das mein Backpack schon voll ist und ich erst am Anfang meiner Reise bin). Leider waren mir meine Hände aber mittlerweile schon so sehr eingefroren, dass es nur noch wenig Bilder auf die Kamera geschafft haben.

Ich lief also den kompletten Drive rauf und runter, bis ich diesen kleinen Laden endlich am Ende gefunden habe. Dort kaufte ich für alle aus meinem Host etwas Schokolade (dicke Stücke mit ganz viel Karamel und großen Salzstücken drauf) zum Abschied und lief zurück zu dem leckeren Laden mit dem tollen Kaffee (JJBean), wo es aber diesmal keinen Kaffee, sondern einen Pumpin Apple Muffin gab. F*** der ist soooo lecker! Warum gibt es solche verrückten Sachen nicht bei uns? Das muss ICH ändern :-)

Nach einiger Zeit beobachten der Leute und genießen des Muffins ging es dann zurück zum Host, wo ich meine Sachen für den nächsten Tag packte. Viel passierte nicht mehr, außer das es immer kälter wurde und ich immer näher an den Heizkörper . Ich versuche früh ins Bett zu gehen, aber das schaffte ich nicht. Samer war online und ich wollte mich unbedingt noch vor meiner langen Fahrt ohne Internet mit ihm austauschen. Irgendwie bin ich aufgeregt... hoffentlich verschlafe ich nicht und es klappt alles mit dem Greyhound.

Am nächsten Morgen hieß es um 4.40 Uhr aufstehen, fertig machen, die Schokolade für die Jungs hinstellen und ab zur Bahn, der Bus wartet nämlich nicht auf mich. Am Busterminal angekommen, hatte ich nochmal free wifi, was bei jeder Möglichkeit genutzt wird. Ich sprach also noch kurz mit Samer (irgendwie ist die Zeitverschiebung toll. Wenn ich ins Bett gehe, steht ihr auf und wenn ich aufstehe, dann ists bei Euch Abend - hat was), damit er auch weiß, dass ich jetzt unterwegs bin und musste dann auch schon zu meinem "Gate" gehen. Wie soll es aber auch anders sein, der Bus hatte natürlich Verspätung. Trotzdem hieß es für alle "bitte bleibt am Gate". Aber wer ist bei so einer Reise schon in Eile? Ich nicht, nur das Wetter meinte es nicht gut mit uns... es war alles gefroren und somit auch langsam wir wartenden Fahrgäste. Irgendwann kam dann aber der Bus und es hieß aufwärmen - leider auch für den Bus. Puh war es hier kalt drinnen.

Die Fahrt verlief recht reibungslos. Wie zu erwarten stoppten wir an jeder Milchkanne. Aber die Landschaft war schon mal echt atemberaubend. Teilweise fuhren wir durch extrem verschneite Gebiete, dann war wieder alles grün. Mit der Geschwindigkeit haben die es hier aber nicht so. Dürfen zwar nicht schnell fahren, aber da wo wir Deutschen abbremsen würden - und zwar bei extremen Kurven am Bergrand, wo schon meterhoch Schnee liegt - da rasen die immer noch. Naja, es ging ja alles gut!

Die 13 Stunden Busfahrt waren im Übrigen weniger schlimm als der Flug. Vielleicht weil man die Möglichkeit hatte frische Luft einzuatmen oder auch einfach mehr rumzulaufen als nur den Gang im Flieger auf und ab?! Who knows... es war auf jeden Fall zu ertragen und ich kam recht fit in meinem nächsten Ort - NELSON - an. Dazu später mehr!

Viel Spaß beim lesen - bis ganz bald! Seid ganz herzlich von mir aus der Ferne gegrüßt.

Cupcakeshop Downtown... Waterfront, on the right Canada PlaceWaterfrontBlick von der Waterfront nach DowntownWaterfront SkytrainWaterfront SkytrainPlatz an der Waterfront StationWelcome in CanadaCanada PlaceWasser und Berge - WaterfrontVon da geht mein Bus nach NelsonEnglish BayEnglish Bay IIDie waren sooo süß am spielenEnglish BayBlick in Richtung Vancouver Island - English BayJJBean at Commercial Drive - Pumping Apple Muffin - awesomeCommercial DriveBlick von Downtown zur WaterfrontJa, immer dran denken - Commercial Drive

Ein kleiner 6 km Walk hat noch keinem geschadet :-)

Dienstag, 19.11.2013

Mit geht es hier gut.

Nachdem ich drei Tage lang bei Dan gewesen bin und das kleine Apartment immer voller wurde, hab ich mich dazu entscheiden, nun doch den Host zu wechseln, was ich gestern getan habe. Ich bin nun bei Eric, Afif und Bernard auf der anderen Seite der Stadt. Drei sehr nette Menschen, die mir gestern schon mit Rat und Tat zur Seite standen. Ich wurde von Afif (er ist gebürtig aus Jordanien) gleich zum Essen eingeladen. Wir saßen hier in einer größeren Gruppe mit 8 Leuten zusammen. War sehr nett. Allerdings überkam mich die Müdigkeit, da ich bei Dan nicht wirklich viel Schlaf bekommen habe. Lag einerseits an dem Jetlag, den ich hoffentlich mit der letzten Nacht nun hinter mich gebracht habe und zweitens daran, dass ich dort einfach nicht schlafen konnte. Die letzte Nacht dort verbrachte ich im Flur auf dem Boden zwischen all dem Gepäck von 6 Leuten. Aber nun gut, dass ist nunmal Couchsurfing :-).

Gestern habe ich auch erfahren, dass ich schon einen nächsten Schlafplatz in Nelson zugesichert bekommen habe und somit gehts am Mittwoch aus der Großstadt rein ins kleine Nelson in die Rocky Mountains. Da hat es mittlerweile auch schon begonnen zu schneien. Ach, ich freu mich drauf, denn hier hört der Regen fast gar nicht mehr auf :-(.

Heute startete mein Tag außerdem damit, dass ich ganz in Ruhe und ohne große Störungen mit Samer skypen konnte. Das tat soooo gut. Mit guter Laune verließ ich dann heute gegen 10 Uhr den Host, um mich wieder ein bisschen schlau zu machen, was in der Stadt so los ist. Ich startet bei JJBean mit einem leckeren Kaffee und schaute mir die Leute an. Danach entschied ich mich den Walk nach Downtown zu unternehmen (Downtown ist ungefähr von dort 6 km entfernt). Und als Belohnung, weil ich so nen langen Walk auf mich nahm, lagen gleich 20 $ vor meiner Nase. Da habe ich mich doch drüber gefreut. Außerdem stoppte ich zwischenzeitlich am Greyhound Terminal, um mich schlau zu machen, wann mein Bus nach Nelson gehen würde und wieviel dieser kosten würde. Es nieselte immer nur zwischendurch, so dass mich das nicht von meinem Walk abhielt.

In Downtown habe ich mich dann ein bisschen umgeschaut und mich dann in einen Buchladen gesetzt und angefangen mein Diary zu schreiben. Irgendwie vergisst man nach ner Zeit ja doch einiges und ich bereue es keineswegs es für Australien getan zu haben.

So ihr Lieben, meine Tour von heute habe ich euch schon mal erzählt, aber die Bilder dazu folgen gleich erst...

Bevor ich aber in Downton ankam, bin ich durch Chinatown gegangen und leider auch durchs extreme Drogenviertel. Wohl habe ich mich da nicht gefühlt. Meine Tasche sowie die Kamera habe ich in der Zeit auf dem Bauch getragen :-). Eric erzählte mir aber gerade, dass es ein sehr sicherer Spot ist und wenn dort was los ist, dann sind es nur fights untereinander, da sie sich um den nächsten Schuss oder ähnliches streiten. Naja, überall das gleiche.

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